Kreativitätstechniken sind Denkwerkzeuge, die dem Gehirn bei der Arbeit helfen sollen. Alle Techniken versuchen, das Denken chaotisch werden zu lassen, denn nur so lassen sich kreative Lösungen finden.
Verschiedene Wirkungsweisen stehen hinter der Kreativitätstechniken:
Heterogen zusammengesetzte Teams bringen mehr Lösungsansätze ein und motivieren an schwierigen Stellen zur Weiterarbeit. Desweiteren helfen Verfremdungstechniken eine neue Sichtweise über ein Thema zu erhalten. Zudem soll das Unterbewusstsein aktiviert werden, da es über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz verfügt und zuletzt können Lösungen systematisch (z.B. durch eine Matrix) generiert werden.
Die Kreativitätstechniken im Detail
6-Hüte-Methode
Diese Technik ist eine Gruppendiskussion oder kann auch ein Rollenspiel sein. Die Teilnehmenden nehmen dabei unterschiedliche Rollen ein, die durch verschiedenfarbige Hüte symbolisiert werden. Jeder Hut entspricht einer bestimmten Denkweise und Blickwinkel, wodurch eine effiziente Diskussion über eine Frage oder Ziel erreicht und gleichzeitig kein Blickwinkel vergessen werden soll.
6-3-5-Methode
Die 6-3-5-Methode ist eine sogenannte Brainwriting-Technik. Die Methode funktioniert auch mit ungeübten Teilnehmenden. Mit der Methode kommen die Teilnehmenden schnell zu neuen und ungewöhnlichen Ideen.
6-W-Methode
Wer hat was, wann, wo , wie, warum getan? – Die klassischen W-Fragen sind Teil einer Technik, mit der eine konkrete Idee evaluiert werden kann. Besonders gut funktioniert die Methode, wenn die eigene kindliche Neugierde ins Spiel kommt. Auch in der Einzelarbeit kann diese Methode sehr helfen.
Analogietechnik
Bei der Analogie-Technik wird mithilfe von Analogien die Betrachtungsweise auf das Thema verändert, um neue Ideen zu entwickeln. Dazu werden Parallelen zu strukturell ähnlichen Dingen des täglichen Lebens ausgenutzt. Man geht davon aus, dass sich Erkenntnisse bei der Betrachtung analoger Situationen auf das ursprüngliche Thema rückübertragen lassen.
Attribute-Listing
Mit Attribute-Listing wird systematisch versucht, alle Ansatzmöglichkeiten für Produkt- und Prozessverbesserungen aufzuzeigen. Es ist eine ideale Methode, wenn man zum Beispiel die „Lebenskurve“ eines Produktes verlängern will, indem man es mit einer interessanten Neuerung ausstattet. Das Prinzip des Attribute-Listing ist die systematische Variation.
Mind-Mapping
Mind-Mapping ist eine Technik, bei der die Funktion des Gehirns optimal genutzt wird. Mind-Mapping regt sehr die Kreativität eines Menschen an. Durch die Nutzung beider Gehirnhälften des Menschen wird die Leistungsfähigkeit des Gehirns bestmöglich ausgeschöpft.
Morphologischer Kasten
Die Technik zerlegt ein Problem oder Thema zunächst in Einzelteile, die anschließend wieder mannigfaltig kombiniert und zusammengesetzt werden.
SCAMPER
SCAMPER ist eine Checkliste, die von Bob Eberle (1997) entwickelt wurde. Nachdem ein Thema oder eine Frage genau definiert und beschrieben wurde, hilft SCAMPER, um in verschiedene Richtungen weiterzudenken.
Nützliche Links im Internet
Graue Zelle - Ideenjäger Anders Björk
Hier finden Sie zahlreiche Kreativitätstechniken mit Erklärungen und Beispielen sowie weitere Informationen rund um das Thema Kreativität.
Eine große Auswahl an Kreatitivätstechniken mit entsprechender Erklärung und Beispielen können Sie auf der Website der Gesellschaft fpr Kreativität finden.
Auf der Seite von Wikipedia finden Sie eine große Bandbreite an Informationen über das Thema Ideenfindung.
Literatur
In der unten stehenden Liste können Sie weiterführende Informationen zu diesem Thema finden.
Das große Buch der Kreativitätstechniken
Fantasie fördern, Ideen strukturieren, Geistesblitze umsetzen, Lösungen finden. Kreative Intelligenz trainieren.
Evelyn Boos
160 Seiten
Compact Verlag
Weitere Informationen finden Sie hier.
Revolutionäres Innovationsmanagement
Mit Innovationskultur und neuen Ideen zu nachhaltigem Markterfolg.
Benno van Aerssen
304 Seiten
Verlag moderne Industrie
Weitere Informationen finden Sie hier.


